studienauftrag umbau altersheim chlösterli unterägeri ZG 2001

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Der Altbau wird mit einem versetztem Neubau gegen Süden verlängert.

Die Verlängerung des Bettentrakts innerhalb der umwachsenen Geländenische ergibt eine städtebaulich klare Aussage: Das Gebäude entwickelt sich entlang dem markanten Geländeeinschnitt und markiert die Hangkante. Von einer volumetrisch durchaus denkbaren linearen Verlängerung nehmen wir jedoch Abstand. Wir glauben nicht, dass die damit entstehenden Korridore von einer Länge von fast 70 Metern (im Vollausbau deutlich über 80 Meter) der Wohnlichkeit der Bettentrakte dienen, sondern deren heutigen Spitalcharakter noch unterstützen würden. Deshalb wird die Erweiterung um eine Zimmer- plus Korridortiefe nach Osten versetzt. Der Versatz ergibt jeweils stirnseitige Korridorbelichtungen mit Ausblicken, die wiederum die Orientierung erleichtern. Im Versatz selber entsteht ein offener und allseits belichteter Bereich mit zentral liegendem Stationszimmer. Zwei verschiedene Aufenthaltsräume mit Aussenbereichen (Raucher/Nichtraucher, Schön- und "Wüst"esser, verschiedene Besonnungs- und Sichtqualitäten). Im Schatten des Versatzes werden Nebenräume angeordnet, so dass keine schlecht besonnten Zimmer entstehen.

Die neuen allgemeinen Nutzungen werden als Auftakt der Anlage 2-geschossig angelagert. Die Cafeteria, das Kernstück des Betriebes, soll sowohl von der erlebnisreichen Ankunftsseite als auch von der geschützten Hofsituation profitieren können und ist deshalb beidseitig offen.

Die Verbindung mit dem Mehrzweckraum ergibt einen grossen, geometrisch sauber begrenzten, gut brauchbaren und beidseits belichteten Grossraum.

Der bestehende Innenhof mit dem Verbindungsgang an der Südseite bleibt offen, so dass die Natur in den Hof einfliessen kann.

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