Studienauftrag lakeview suiten bürgenstock nw 2011

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Das Areal liegt äusserst einsichtig an der heiklen steil abfallenden Nordflanke des Bürgenstocks. Wir suchen deshalb das Erscheinungsbild einer Architektur mit mimetischer Wirkung und wollen damit erreichen, dass die Wahrnehmung des Eingriffs vom See her landschaftsverträglich ist.

Mit drei Massnahmen wird dies erreicht: Kontrolle von Silhouette, Farbe und Textur. Eine geradlinige Silhouette, wie sie Kunstbauten oft erzeugen, wird als Artefakt wahrgenommen. Deshalb brechen wir die Dachlinie auf und formen eine Art Gebirgshorizont. Die Mantellinie des Gestaltungsplans wird dabei nicht überschritten. Diese Dachtektonik ergibt im repräsentativen Wohnbereich Räume mit einer dynamischen Wirkung. Über den eingeschnittenen Loggien ist der Raum am höchsten.

Auch eine grössere gleichfarbige Fläche tritt als künstlich in Erscheinung. Deshalb schlagen wir ein Spiel von Natursteinen und Glasflächen vor. Ein dunkelgrüner Serpentin wird als raumhohe Fassadenverkleidung in rhythmischer Abwechslung angewendet.

Der dritte mimetische Ansatz betrifft die Textur der Fassade: Die Fenster sind raumhohe Öffnungen, die versetzt zueinander angeordnet sind und dadurch die Lesart als Fassade zu unterlaufen versuchen. Es entsteht eine netzartige Textur. Die eingeschnittenen Loggien sorgen zudem dafür, dass diese nicht flächig, sondern reliefartig erscheint.

Das Gesamtbild ist ein behauener Fels, der mit den Fensterflächen kristallin schillert.

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