Studienauftrag areal schweighof kriens LU 2007

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Das Gebiet Schweighof befindet sich seit der Überdeckung der Autobahn an gut besonnter und ruhiger Lage. Der Bereich um die Motelstrasse ist zu einer grosszügigen und identitätsstiftenden Grünzone geworden. Zudem bestehen Durchgangs-Grünachsen vom westlich angrenzenden Gebiet der Schällenmatt.

Die Hauptaussichtsrichtungen sind der Blick auf den Pilatus im Südwesten und die Weitsicht auf das Innerschweizer Alpenpanorama im Südosten. Am Fusse des Pilatus gelegen weist das Gebiet eine typische, voralpine und trotzdem stadtnahe Lage auf. Das Naherholungsgebiet Krienseregg-Pilatus liegt direkt vor der Haustüre.

Hauptansatz des Entwurfes ist der erhebliche flächengleiche Landabtausch zwischen den beiden Zonen, der Gewerbezone Ar-IV und der Wohnzone WAr3. Dies erlaubt, die qualitätsvolle Grünschneise über der Autobahn mit der hohen Wohn- und Aussichtsqualität primär den Wohnbauten und nicht dem Gewerbe zuzuordnen. Es entsteht somit auch ein attraktiver Bezug zur benachbarten geplanten Siedlung Schällenmatt. Alle Wohngebäude habe die gleiche Wohn- und Umgebungsqualität. Die Grünzone strahlt in die Bebauung hinein und bleibt bis an die westlichste Gewerbezeile spürbar. Zudem schirmen die Gewerbebauten die Wohnzone von den Emissionen der stark befahrenen Ringstrasse ab.

Zwei grosszügige, zusammenhängende Grünräume - einer in Nord-Süd mit Baumallee, der andere in Ost-West-Richtung als Freiraum - trennen Wohnen und Gewerbe. Die beiden grosszügigen Grünräume vermitteln der Siedlung eine eigene Identität. Durch die Längs- und Querstellung der Bauten werden die Aussenräume exakt gefasst und mit der Umgebung verbunden.

Südlich des Stammhauses Theiler liegt eine grosszügige Grünzone in Ost-West-Richtung. Diese bereichert auch die in Ost-West-Richtung verlaufende Fussgängerachse an präziser Stelle und kann als eigentlicher Quartierfreiraum angesehen werden. Obwohl sie rechtlich zum 20%-Grünanteil des Gewerbes gehört, wird sie sinnvollerweise durch Spielflächen der Wohnungen genutzt. Das Bauernhaus erhält einen unverbaubaren Südbereich, der dem Ensemble auch eine gebührende Bedeutung gibt. 

Die Fussgängerachse wird durch begleitende Baumpaare hervorgehoben. Der nicht als Spielplatz genutzte Aussenraum ist als Blumenwiese mit locker eingestreuten, heimischen Baumgruppen ausgebildet. Die Privatheit der Erdgeschosswohnungen wird mittels Hecken gewährleistet. 

Entlang der westlichsten Gewerbeparzelle spannt sich eine zweite begrünte Schicht auf; auch sie gehört zum Grünanteil des Gewerbes und wird durch die Bewohner genutzt. So brauchen die Gewerbler eigentlich kaum einen Gärtner und die Grünanteilbereiche sind en bloc präzise gesetzt und optimal nutzbar.

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